Deutscher Verband für Landschaftspflege e.V. (DVL)

Gefördert aus Mitteln des Landes Brandenburg, vertreten durch das Ministerium für Ländliche Entwicklung, Umwelt und Landwirtschaft Brandenburg.

Land Brandenburg

Netzwerk Moorschonende Stauhaltung

Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde (HNEE) | Landschafts-Förderverein Nuthe-Nieplitz-Niederung e.V. (LPV NNN) |Förderzeitraum: 2018-2020 |finanziert aus Mitteln des ELER-Programms der EU „Zusammenarbeit für Landbewirtschaftung und klimaschonende Landnutzung“

Die Ziele des Projekts beinhalten:

  1. Netzwerkaufbau, Erfahrungsaustausch und der Kompetenzerweiterung der Akteure
  2. Erfassung der Wirkung und Effekte der AUKM Moorschonende Stauhaltung 
  3. Analyse der Hürden bei der Antragstellung des Agrarantrags
  4. Ableitung von politischen und landwirtschaftlichen Handlungsempfehlungen
  5. Bekanntmachung der AUKM Moorschonende Stauhaltung

 

Ziele des Projekts

1. Aufbau eines Netzwerkes zum Erfahrungsaustausch und der Kompetenzerweiterung der Akteure

Oft findet kein Austausch zwischen Landnutzer*innen, die vor ähnlichen Herausforderungen bei der Bewirtschaftung feuchter und nasser Moorstandorte stehen, statt. Daher ist es ein wesentliches Projektziel, Landnutzer*innen untereinander zu vernetzen, damit sie von gegenseitigen Erfahrungen bei der Bewirtschaftung von Moorgrünland profitieren können.

Der LPV LFV NNN übernimmt als Netzwerker mit seinen umfänglichen praktischen Erfahrungen der Bewirtschaftung von nassem Moorgrünland und seiner Verankerung in der Region eine Übermittlerrolle. Die HNEE bringt Kompetenzen in der Landnutzung mit Blick auf den Stand der Wissenschaft zur Verfügbarkeit und Wirkung unterschiedlicher Moornutzungsformen ein und ist Organisator und Moderator für die geplanten Netzwerktreffen.

 

2. Erfassung der Wirkung und Effekte der AUKM Moorschonende Stauhaltung auf den Standort, den Grasbestand und den landwirtschaftlichen Betrieb

Grundwassergänge erfassen

Um festzustellen, welche Auswirkungen der Wasseranstau in den Gräben auf die Fläche hat, wurden in den Untersuchungsgebieten Pegel gesetzt, die über die Projektlaufzeit Moorwasserstände aufzeichnen.

 

Bodeneigenschaften analysieren

Die Böden des genutzten Moorgrünlands verändern sich mit der fortwährenden Entwässerung und dem Grad der Nutzungsintensität. Um die Nährstoffverfügbarkeit, den Vererdungsgrad sowie die Lagerungsdichtung der Torfe durch die Verfestigung zu Beginn der Maßnahme Moorschonende Stauhaltung zu bestimmen, werden Bodenproben je Untersuchungseinheit genommen und in einem Labor analysiert. Des Weiteren wird der Oberboden je nach Degradierungsgrad klassifiziert in stark zersetzt, vererdet und vermulmt. (Fotos links: Probenahme im Feld, rechts Oberbodenprofil C. Dammann)

Vegetationsaufnahmen

Je nach Standortverhältnissen, Nutzungshistorie und aktueller Nutzung ist eine charakteristische Vegetation ausgeprägt. Diese wird auf den Betriebsflächen kartiert und bezüglich ihres Futterwertes und ihrer Zeigerfunktion für die Standortgegebenheiten ausgewertet und bewertet. (Foto links: Vegetationsaufnahmen im Sommer 2018, rechts: Blutwurz in einem nährstoffreichen Großseggenried, C. Dammann)

 

3. Analyse der Hürden bei der Antragstellung des Agrarantrags

Die Antragsstellung für die Moorschonende Stauhaltung soll u.a. bzgl. des Aufwands und der Förderfähigkeit geprüft werden

4. Ableitung von politischen und landwirtschaftlichen Handlungsempfehlungen zur Umsetzung der AUKM Moorschonende Stauhaltung

Diese werden in Form einer Broschüre veröffentlicht.

5. Bekanntmachung der AUKM Moorschonende Stauhaltung auf regionaler (Brandenburg) und nationaler Ebene

Eine projektbegleitende Arbeitsgruppe aus Vertreter*innen verschiedener Bereiche wie der Landnutzung, der Wissenschaft, der Interessenverbände und der Großschutzgebiete unterstützt mit einer breit gestreuten Kompetenz die Projektarbeit in all ihren Facetten. Die Projektbeteiligten fungieren dabei als Multiplikatoren, die die Klimaschutzmaßnahme sowie die Projektergebnisse weitertragen. Es werden Anreize geschaffen, weitere Akteur*innen zur Teilnahme am Projekt zu motivieren.

Wissenschaftlicher Projektpartner

Der Fachbereich Landnutzung und Naturschutz der HNEE

Projektpartner Landschaftspflegeverband

Der LFV NNN e.V. verfügt über langjährige praktische Erfahrungen bei der Bewirtschaftung von nassem Moorgrünland

Netzwerkaufbau und Erfahrungssaustausch

Netzwerkveranstaltung des Projekts NeMoS (P. Koch)

Grundwassergänge erfassen

Wasserstandspegel im Moor mit Schutzpfählen (S. Reimann)
Datenlogger zur Aufnahme der Wasserstands-bewegungen (C. Dammann)

Bodeneigenschaften analysieren

Probenahme im Feld (C. Dammann)
Oberbodenprofil (C. Dammann)

Vegetationsaufnahmen

Aufnahme der Vegetation im Sommer 2018 (C. Dammann)
Blutwurz in einem nährstoffreichen Großseggenried (C. Dammann)
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