Deutscher Verband für Landschaftspflege e.V. (DVL)

Gefördert aus Mitteln des Landes Brandenburg, vertreten durch das Ministerium für Ländliche Entwicklung, Umwelt und Landwirtschaft Brandenburg.

Land Brandenburg

Neue Kooperations-Projekte mit Landschaftspflegeverbänden in Brandenburg gestartet

22.06.2018

Auch dieses Jahr konnten im Rahmen der Richtlinie Zusammenarbeit des Landes Brandenburg wieder tolle Projekte bewilligt werden. Trotz anfänglicher Hürden wie einer Einreichfrist von nur drei Wochen und eines zähen Qualifizierungsprozesses haben es mehrere Kooperationen aus Landnutzern, Naturschutz und weiteren Institutionen ins Antragsverfahren und zur Bewilligung geschafft. Gefördert werden insgesamt 13 Projekte (4 Projekte in Richtlinien-Teil A und 9 Projekte in Teil B) in mehreren Projekten sind Landschaftspflegeverbände Projektträger oder Kooperationspartner:

Der erst im Jahr 2017 neu gegründete LPV Prignitz-Ruppiner Land hat über die Richtlinie eine vierjährige Förderung für das Projekt „Etablierung und Koordinierung eines Netzwerkes von Landnutzern, Landeigentümern, Umwelt- und Bildungsakteuren für nachhaltige und klimaschonende Landnutzung in der Region des LPV Prignitz – Ruppiner Land e. V.“. bekommen.

Im Projekt „Blütenreich Märkische Schweiz“ des LPV Mittlere Oder geht es um die Anlage und Qualifizierung von Blüh- und Pufferstreifen zur Aufwertung der vielfältigen Funktionen in unserer Kulturlandschaft.

Der Schutz gefährdeter Wiesenbrüter in Nordost-Brandenburg/Uckermark ist Ziel des dreijährigen Kooperationsprojektes Wiesenweihenschutz in Nordost-Brandenburg des LPV Uckermark-Schorfheide. Durch umfangeiche Hortschutzmaßnahmen und mit Hilfe eines engen Netzwerks aus Landbewirtschaftern, ehren- und hauptamtlichen Naturschützern sowie Experten soll der Brutbestand der Wiesenweihe gefördert und etabliert werden.

Im Netzwerk Moorschonende Stauhaltung (NeMoS) der Hochschule für Nachhaltige Entwicklung Eberswalde (HNE) ist die DVL-Koordinierungsstelle Kooperationspartner, der Landschafts-Förderverein Nuthe-Nieplitz-Niederung übernimmt als Partner Öffentlichkeits- und Netzwerkaufgaben. Das Projekt untersucht die Wirksamkeit der vom Land Brandenburg geförderten Maßnahmen zur Moorschonenden Stauhaltung auf landwirtschaftlichen Flächen und läuft bis 2020.

In dem Projekt Vernetzung und Zusammenarbeit zum Erhalt der Biodiversität/Agrobiodiversität in privaten Gärten sind als LPV der Naturparkverein Hoher Fläming und der Landschafts-Förderverein Nuthe-Nieplitz-Niederung als Betreiber der Besucherzentren der Naturparke beteiligt. Die Förderung gartenbaulicher Vielfalt in ländlichen Privatgärten durch zielorientierte Informations- und Bildungsangebote, Kommunikationsveranstaltungen und Saatgutraritäten-Angebot ist Inhalt des Projektes.

Der hohe Anteil von Förderanträgen aus dem Bereich der Landschaftspflegeverbände zeigt die Wichtigkeit dieser Richtlinie für die Landschaftspflegeverbände und spiegelt zudem die von der Richtlinie gewünschte Kooperation von Landwirtschaft und Naturschutz in den Landschaftspflegeverbänden wider. Grundlage der Richtlinie „Zusammenarbeit“ ist der Artikel 35 der ELER-Verordnung. Damit ist es möglich, Maßnahmenkonzepte und Maßnahmenumsetzungsberatung innerhalb kooperativer Netzwerke fördern zu lassen. Im Herbst wird es voraussichtlich einen erneuten Aufruf dieser Richtlinie geben. Möglich ist dabei laut Ministerium explizit ebenso die finanzielle Unterstützung einer LPV-Gründung. Interessengruppen zur Gründung eines Landschaftspflegeverbandes sind ausdrücklich aufgefordert sich mit der Koordinierungsstelle in Verbindung zu setzen.

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Engagement für den Vogelschutz: Brandenburgs Agrar- und Umweltminister Jörg Vogelsänger (l.) überbrachte einen Fördermittelbescheid für den Landschaftspflegeverband Uckermark-Schorfheide für das Schutzprojekt der Wiesenweihe, den Vorsitzender Jens Kath

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